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Determination of Ethinylestradiol in dung of calves and neat by HPLC
Author(s) -
Backe Werner
Publication year - 1988
Publication title -
archiv der pharmazie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.468
H-Index - 61
eISSN - 1521-4184
pISSN - 0365-6233
DOI - 10.1002/ardp.19883210715
Subject(s) - ethinylestradiol , gynecology , chemistry , microbiology and biotechnology , medicine , biology , research methodology , population , environmental health
Bei Ethinylestradiol (17α‐Ethinyl‐1,3,5(10)‐östratrien‐3,17β‐diol) handelt es sich um ein hochwirksames Östrogen, das in der Humanmedizin zur Östrogen‐Therapie und in oral einzunehmenden Kontrazeptiva eingesetzt wird. Die legale Einsatzmöglichkeit dieser Substanz in der Veterinärmedizin ist dagegen relativ begrenzt. So darf Ethinylestradiol einer ganzen Reihe von Tieren überhaupt nicht, anderen Tieren für bestimmte Anwendungsgebiete nicht zugeführt werden. Für Kälber und Rinder bis 1,5 Jahre besteht mit Ausnahme von Versuchen in wissenschaftlich geleiteten Forschungs‐ oder Untersuchungseinrichtungen ein generelles Anwendungsverbot. Dennoch kann die illegale Anwendung des Ethinylestradiols als Masthilfsmittel bei Kälbern und Mastbullen nicht immer ausgeschlossen werden. Bemühungen, einen mißbräuchlichen Einsatz von Ethinylestradiol als Masthifsmittel durch Untersuchungen an solchen Produkten nachzuweisen, die von geschlachteten Tieren gewonnen wurde, kommen in aller Regel zu spät. Dem Nachweis von Ethinylestradiol in Untersuchungsmaterialien, die vom noch lebenden Tier erhalten weden können, kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Nach oraler oder parenteraler Applikation kann Ethinylestradiol z. B. in Blutplasma, Harn und Kot vom noch lebenden Rind festgestellt werde. Aufgrund der relativ umständlichen Aufbereitungen und des für die Nachweise ungünstigen Nachweiszeitraumes erscheint Plasma als Untersuchungsmaterial aber wenig geeignet. Etwas günstiger sind die Nachweismöglichkeiten des Ethinylestradiols in Harnproben; vor der Bestimmung sind aber auch hier enzymatische Hydrolyse und Extraktionen notwendig. Eine apparativ relativ aufwendige Methode zur Identifizierung von zweidimensionaler Dünnschichtchromatographie und Massenspektrometrie der Dansylderivate wurde bereits 1979 beschrieben. Im Kot von Rindern wird das Ethinylestradiol ausschließlich in freier Form ausgeschieden; eine enzymatische Hydrolyse der Probenextrakte erübrigt sich damit. Frühere Messungen haben zudem ergeben, daß die Ausscheidung des Ethinylestradiols weitgehend mit dem Kot erfolgt und daß Rückstände über lange Zeit im Organismus verbleiben.

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