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Mechanismus der polarographischen Reduktion des Nitrazepams. 8. Mitt.: Arzneimittelanalysen mittels Polarographie oder Oszillopolarographie
Author(s) -
Oelschläger H.,
Volke J.,
Lim G. T.
Publication year - 1969
Publication title -
archiv der pharmazie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.468
H-Index - 61
eISSN - 1521-4184
pISSN - 0365-6233
DOI - 10.1002/ardp.19693020402
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Nitrazepam wird in Abhängigkeit vom pH‐Wert der Pufferlösungen an der Quecksilbertropfelektrode in verschieden großen Stufen reduziert. Mit Hilfe des Amel‐Potentiostaten, der durch einfaches Umschalten die polarographische Kontrolle des Elektrolyseprozesses ermöglicht, gelang die Aufklärung der den Stufen zugrunde liegenden Reaktionsmechanismen. In sauren Puffern wird zunächst die Nitrogruppe des Nitrazepams zur Hydroxylamingruppe reduziert, und bei negativerem Potential folgt in einer additiven Stufe die Reduktion der protonierten Hydroxylaminogruppe und der Azomethingruppe (4, 5). In alkalischen Puffern ist die negativere Reduktionsstufe nur halb so groß wie die erste Reduktionsstufe, weil infolge unzureichender Hydroxoniumionen‐Konzentration in der Grundlösung die NHOH‐Gruppe nicht protoniert und daher nur noch die Azomethingruppe bei negativerem Potential reduziert wird.