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Zur Kenntnis der Vitalischen Farbreaktion. 1. Mitt.: Über β‐Eliminierungen mit Carbanion‐Zwischenstufen
Author(s) -
Schwenker G.
Publication year - 1965
Publication title -
archiv der pharmazie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.468
H-Index - 61
eISSN - 1521-4184
pISSN - 0365-6233
DOI - 10.1002/ardp.19652981205
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
In der Vitali schen Farbreaktion entsteht beim Eindampfen von Atropin (I) mit HNO 3 neben nichtnitrierten Verbindungen der 4‐Nitroatropin‐salpetersäureester (V). Außerdem wird stets auch 4‐Nitroapoatropin (VI) gefunden, das wahrscheinlich sekundär aus V durch β‐Eliminierung von HNO 3 entsteht. Sowohl V als auch VI geben mit Basen die charakteristische blauviolette Farbe. Es wird nachgewiesen, daß es sich bei der farbigen Verbindung um ein mesomeriestabilisiertes Anion handelt, das in einem β‐Eliminierungs‐Additionsgleichgewicht die Rolle einer Zwischenstufe spielt. Die verwendete Base dient dabei als Nucleophil, außer HO − können auch andere Anionbasen genügender Nucleophilie, wie CN − oder C 3 H 7 S − Verwendung finden. Die Additionsprodukte der konjugierten Säuren der letzteren an VI wurden isoliert. Die bis zur Erreichung eines Gleichgewichts ablaufende β‐Eliminierung folgt dem E 1 cB‐Mechanismus, dessen Nachweis bisher nur in Ausnahmefällen und der extrem kurzen Lebensdauer der Anionen wegen nur indirekt gelang. Die unter den Bedingungen der Farbreaktion in hoher Konzentration vorliegenden Anionen haben dagegen eine beträchtliche Lebensdauer und sind wegen ihrer im sichtbaren Spektralbereich liegenden Lichtabsorption bequem nachzuweisen und quantitativ zu verfolgen.

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