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Künstliche Darstellung des Zimmtöles
Publication year - 1856
Publication title -
archiv der pharmazie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.468
H-Index - 61
eISSN - 1521-4184
pISSN - 0365-6233
DOI - 10.1002/ardp.18561380320
Subject(s) - chemistry
Das kaufliche Zimmtiil besteht bekanntlich aus einem Gemenge verschiedener atherischer Oele. Als Hauptbestandtheil dieses Oels muk der Cinnumylwasserstoff C,,H,O, angesehen werden , da er die characteristischen Eigenschaften des Oeles besitzt und den Werth desselben bedingt. Wahrend das chinesische Zimmtol zum grofsten Theil ails Cinnamylwasserstoff besteht, enthalt das Cassiazimmtol bedeutend weniger davon. Nachdem ich vor einigen Jahren das Styron , welches leicht durch Destillation von flussigem Storax mit Kalilauge dargestellt werden kann , als den Alkohol der Zimmtsaure erkannt hatte 3, und durch W o Iff's ") Versuche nachgewiesen war , dafs dasselbe durch Oxydation mit Chromsiiure in Zimmtsaure ubergefuhrt werde, konnte man mit Wahrscheinlichkeit voraussetzen , dafs bei minder heftiger Oxydation der Alkohol der Zimmtsaure (Styron) in den Aldehyd der Zimmtsaure ( Cinnamylwasserstoff) ubergefuhrt werde. In der That geschieht dieb sehr leicht unter denselben Umstanden, unter welchen auch die Oxydation von Wein-Alkohol in den Aldehyd der Essigsaure stattfindet, namlich durch den Sauerstoff der Luft bei Gegenwart von Plaiinschwarz. Ueberg i e t t man Platinschwarz, das auf einem flachen Glase ausgebreitet Ist, mit in der Warme der Hand geschmolzenem Styron, und setat das Gemenge dem Zutritt der Luft Bus, so verdringt sehr bald der Geruch des Zirnmtds den des Slyrons, und nach einigen Tagen hat sich die Hauptmasse des Slyrons in Cinnamylwasserstoff verwandelt. B e r t a g n i n i ' s **x)