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Strategien für die Synthese von Pactamycin und Jogyamycin
Author(s) -
Gerstner Nels C.,
Nicastri Kate A.,
Schomaker Jennifer M.
Publication year - 2021
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.202004560
Subject(s) - chemistry , microbiology and biotechnology , philosophy , political science , biology
Pactamycin und Jogyamycin sind Aminocyclopentitol‐Naturstoffe, deren Kohlenstoffkern stereochemisch definierte Alkohol‐ oder Amineinheiten trägt. Aufgrund ihrer strukturellen Komplexität sowie der Vielfältigkeit der funktionellen Gruppen auf engem Raum sind sie faszinierende Syntheseziele. Pactamycin und dessen Derivate binden zur ribosomalen 30S‐Untereinheit und zeigen Wirkung gegen Parasiten, die arzneimittelresistente Malaria und afrikanische Schlafkrankheit verursachen; jedoch wird die Weiterentwicklung ihres therapeutischen Potenzials durch zelluläre Toxizität gebremst. Interessanterweise zeigen biotechnologisch erzeugte Analoga Unterschiede in der Selektivität und Toxizität in Säugerzellen, was die Entwicklung flexibler Strategien zur genauen Untersuchung der Struktur‐Wirkungs‐Beziehungen (SARs), insbesondere von Pactamycinanaloga ohne C7‐Hydroxygruppe, anspornt. In diesem Aufsatz werden Ansätze zur Synthese von Pactamycin und Jogyamycin gegenübergestellt, einschließlich zweier Totalsynthesen von Pactamycin. Wir diskutieren kurz die Bedeutung jeder Syntheseroute zu Analoga für die Untersuchung von SARs und die Entwicklung von Verbindungen mit erhöhter Selektivität für die Bindung an Ribosomen des Malariaerregers anstelle menschlicher Ribosomen.

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