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Natürliche Fimbrolide inhibieren Autoinduktorbiosynthese und Luziferaseaktivität und unterdrücken damit die Biolumineszenz in Vibrio
Author(s) -
Zhao Weining,
Lorenz Nicola,
Jung Kirsten,
Sieber Stephan A.
Publication year - 2016
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.201508052
Subject(s) - chemistry , microbiology and biotechnology , biology
Vibrio ist ein Modellorganismus zur molekularen Analyse des Quorum Sensings (QS) und zur Identifikation QS‐interferierender Wirkstoffe. Die natürlichen Fimbrolide sind für die QS‐inhibierenden Wirkungen in verschiedenen Organismen bekannt, allerdings waren die zellulären Angriffspunkte bisher verborgen. Nun ist es gelungen, die irreversiblen Zielstrukturen der Fimbrolide im Proteom von V. harveyi und V. campbellii mithilfe quantitativer Massenspektrometrie und chemisch modifizierter Fimbrolide aufzudecken. Hauptangriffspunkte sind zwei Proteine, die eine essenzielle Rolle für QS und Biolumineszenz in Vibrio spielen. LuxS, das für die Autoinduktor‐2‐Biosynthese verantwortlich ist, und LuxE, eine Untereinheit des Luziferasekomplexes, wurden beide kovalent an Cysteinresten im jeweiligen aktiven Zentrum modifiziert und dadurch inhibiert. Die Identifizierung von LuxE ist in Einklang mit früheren Studien, die die Inhibierung der Biolumineszenz ebenfalls downstream der Signalkaskade vermuteten.

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