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Kompensation von Pulsimperfektionen in der Festkörper‐NMR‐ Spektroskopie: ein Schlüssel zu verbesserter Reproduzierbarkeit und Effizienz
Author(s) -
Wittmann Johannes J.,
Takeda Kazuyuki,
Meier Beat H.,
Ernst Matthias
Publication year - 2015
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.201504782
Subject(s) - physics , chemistry , materials science
Das Potential und die Vielseitigkeit der NMR‐Spektroskopie beruhen auf der Möglichkeit, NMR‐Wechselwirkungen gezielt mittels Radiofrequenzpulssequenzen zu beeinflussen. Allerdings unterscheiden sich die Radiofrequenzfelder (RF), die auf die Spins wirken, von denen, die der Experimentator am Spektrometer programmiert. So genannte Pulstransienten, d. h. Abweichungen des RF‐Feldes in Amplitude und Phase von den erwarteten Werten, können einen erheblichen Einfluss auf die Effizienz von Pulssequenzen haben und daher zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Wir zeigen, dass transientenkompensierte Pulse sowohl die Effizienz als auch die Reproduzierbarkeit von NMR‐Experimenten deutlich erhöhen können. Die Implementierung basiert auf den Charakteristiken des Schwingkreises und nicht auf einer experimentellen Optimierung des NMR‐Signals. Wir zeigen, wie die Pulssequenz für die Verwendung transientenkompensierter Pulse verändert werden muss. Die Effizienz und die Reproduzierbarkeit der transientenkompensierten Sequenz sind gegenüber der ursprünglichen POST‐C7‐Sequenz deutlich verbessert.