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Die kovalente Chemie der höheren Fullerene: C 70 und jenseits davon
Author(s) -
Thilgen Carlo,
Herrmann Andreas,
Diederich François
Publication year - 1997
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19971092104
Subject(s) - chemistry
Höhere Fullerene stehen zwar noch nicht in größeren Mengen zur Verfügung, doch hat sich die Situation ähnlich wie bei C 60 seit den Anfangstagen der Fullerenchemie stetig verbessert. Viele der löslichen größeren Kohlenstoffkäfige sind mittlerweile in reiner Form oder als Isomerengemische auch kommerziell erhältlich. Insbesondere C 70 kann heute im präparativen Maßstab ohne aufwendige hochleistungsflüssigkeitschromatographische Trennung ausgehend von Fullerenruß rein gewonnen werden, wodurch die Chemie dieses höheren Fullerens einen starken Auftrieb erfahren hat. So gelang im Verlauf der letzten Jahre eine Vielzahl von Funktionalisierungen mit C 70 , und selbst von den größeren und komplexeren Kohlenstoffbällen C 76 , C 84 und neuerdings auch C 78 wurden Derivate rein isoliert und charakterisiert. Anhand der so gewonnenen Daten lassen sich erste allgemeine Gesetzmäßigkeiten zur Reaktivität und Selektivität dieser weniger symmetrisch als C 60 gebauten Fullerene erkennen. Wichtige Informationen liefern insbesondere Mehrfachadditionen an höhere Fullerene; sie verlaufen mit einer erstaunlichen Selektivität, die die bei C 60 gefundene übertrifft. Ein besonders reizvolles Thema ist die Chiralität einiger dieser Kohlenstoffallotrope sowie die zahlreicher Derivate. Zwar beschränkt sich die Chiralität von Fullerenaddukten nicht auf die höheren Fullerene, aber sie wurde hauptsächlich im Zusammenhang mit deren Chemie erforscht und kann auf unterschiedliche strukturelle Merkmale zurückgeführt werden. Ein kürzlich vorgeschlagenes System ermöglicht anhand eines einzigen Deskriptors eine einfache Spezifizierung der Konfiguration von chiralen Fullerenen und Fullerenderivaten einschließlich hochverzweigter Kohlenstoffgerüste mit einer Vielzahl möglicher stereogener Zentren.

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