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Die Elektronenlokalisierungsfunktion ELF
Author(s) -
Savin Andreas,
Nesper Reinhard,
Wengert Steffen,
Fässler Thomas F.
Publication year - 1997
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19971091706
Subject(s) - philosophy , humanities , gynecology , medicine
Die Gesichtspunkte, unter denen die Frage nach der chemischen Bindung gestellt wird, hängen davon ab, welche Verbindungsklassen oder welche chemisch‐physikalischen Aspekte behandelt werden sollen, d.h. man wählt jeweils die zum Forschungs‐ und Anwendungshintergrund passenden Beschreibungsschemata für die chemische Bindung aus. So existieren bedeutende Unterschiede im Verständnis dessen, was chemische Bindung ist. Dieser Umstand führt zu Trennungen, die vielleicht aus praktischen Gründen verständlich, aber im Sinne einer echten Interdisziplinarität sehr hinderlich sind. Dabei bieten gerade die Konzepte der chemischen Bindung eine ungeheuer tragfähige Basis, um nicht nur innerhalb der Chemie, sondern auch zu allen benachbarten Wissenschaften Brücken zu schlagen. Der allgemeine Wunsch nach interdisziplinärer Zusammenarbeit und die zweifellos gewachsene Notwendigkeit hierfür erfordern eine pflegliche Behandlung dieser Konzepte und, wenn möglich, eine Straffung und Vereinheitlichung, die möglichst vielen akzeptabel erscheint und hilfreich wird. Wir glauben, daß die Elektronenlokalisierungsfunktion (ELF) in der Ära einer lawinenartigen Computer‐ und Informatikentwicklung eine neue Beschreibung der chemischen Bindung für nahezu alle Stoffklassen ermöglicht und durch ihre Bildsprache entscheidend zu einer erweiterten Interdisziplinarität beitragen sollte.

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