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Transport und Entgiftung: Grundlagen, Ansätze und Perspektiven für die Erforschung der Blut‐Hirn‐Schranke
Author(s) -
Aigner Achim,
Wolf Sabine,
Gassen Hans Günter
Publication year - 1997
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19971090105
Subject(s) - microbiology and biotechnology , chemistry , physics , gynecology , medicine , biology
Die Blut‐Hirn‐Schranke (BHS), die in den Hirnkapillaren lokalisiert ist, hält als anatomische Barriere die Homöostase im Gehirn aufrecht. Neben den morphologischen Besonderheiten wurde eine Vielzahl spezifischer Proteine und Transportsysteme beschrieben, die die Barrierenfunktion vervollständigen, gleichzeitig aber auch die selektive Versorgung des Gehirns mit Substanzen aus dem Blut gewährleisten. Sie sind unter anderem aus pharmakologischer Sicht interessant. Erst in den letzten Jahren wurde erkannt, daß die Blut‐Hirn‐Schranke auch der aktiven Entgiftung (also der Metabolisierung und damit letztendlich der Abwehr neurotoxischer Verbindungen) dient. Wichtig für das Verständnis dieser Prozesse ist die Kenntnis der Grundlagen von Entgiftungsreaktionen und ‐stoffwechselwegen in exkretorischen Organen, die hier kurz beschrieben werden. Durch die Aufklärung dieser Mechanismen im Gehirn wird das Verständnis der Blut‐Hirn‐Schranke und ihrer vielschichtigen Schutzfunktionen wesentlich erweitert. Außerdem wird deutlich, daß bei diesen Entgiftungswegen Metabolite mit neurotoxischem oder (wie im Falle der Leukotriene) BHS‐schädigendem Potential erst entstehen können. Am Beispiel des Mercaptursäureweges wird hier beschrieben, wie über den Nachweis repräsentativer Enzyme die Funktionen der Zelltypen und Markerproteine der Blut‐Hirn‐Schranke festgestellt werden können.

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