Premium
Präparative Festkörperchemie mit CO 2 ‐Hochleistungslasern
Author(s) -
Möhr Sönke,
MüllerBuschbaum Hanskarl
Publication year - 1995
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19951070605
Subject(s) - chemistry , humanities , philosophy
Die Ausbildung der Festkörperchemie zu einem eigenständigen Gebiet, das auch befruchtend für die Materialwissenschaften geworden ist, war eine Folge der Experimentierkunst der Chemiker. Die Entwicklung neuer Methoden führte zu einer Fülle neuer Verbindungen, deren charakteristische Eigenschaften an den festen Zustand gebunden sind. Für die Synthese fester Stoffe spielt die Reaktionstemperatur eine entscheidende Rolle, so daß es nicht verwundert, daß die Methoden zur Erzeugung hoher Temperaturen auf der nach oben offenen Temperaturskala einen breiten Raum in den neu entwickelten Experimentiertechniken einnehmen. Seit der Entdeckung der CO 2 ‐Laser steht dem Festkörperchemiker eine exzellente Wärmequelle zur Verfügung, die dank der heute verfügbaren Leistung den Temperaturbereich nach oben beträchtlich erweitert. Methodisch ist der Weg offen, metastabile, „entropiegestützte” Hochtemperaturverbindungen, Substanzen mit anomalen Oxidationsstufen und mit makroskopischen Defekten herzustellen.