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Inhibitoren von Disulfid‐Reduktasen als Chemotherapeutica – Design von Wirkstoffen gegen die Chagas‐Krankheit und gegen die Malaria
Author(s) -
Schirmer R. Heiner,
Müller Joachim G.,
KrauthSiegel R. Luise
Publication year - 1995
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19951070204
Subject(s) - philosophy , gynecology , chemistry , medicine
Global gesehen, sind parasitäre Erkrankungen wie die Malaria oder die Chagas‐Herzkrankheit die größte Bedrohung für eine menschenwürdige Existenz. Das Bewußtsein für dieses Problem und die Herausforderung, eine chininähnliche Substanz gegen die Malaria zu synthetisieren, prägten vor etwa 100 Jahren die Anfänge und die Entwicklung der chemischen Industrie. In dieser Übersicht werden Aspekte des Drug‐Designs, einer jungen Disziplin der pharmazeutischen Chemie, behandelt. Im Mittelpunkt stehen das Flavoenzym Glutathion‐Reduktase und das vor wenigen Jahren entdeckte Parasitenenzym Trypanothion‐Reduktase. Anhand der Strukturen dieser Moleküle wurden Enzyminhibitoren als potentielle Chemotherapeutica gegen Parasiten modelliert. Diskutiert werden auch biochemische und klinische Befunde als Grundlage für das Drug‐Design; denn gerade auf physikochemischer submolekularer Ebene muß der Chemiker den Entwicklungsvorsprung der belebten Natur respektieren und nutzen. – Das Bild links zeigt zwei von Malariaerregern zerstörte Erythrocyten. In der Bildmitte verläßt ein Parasit gerade seine Wirtszelle durch eine Bresche in der Zellmembran. Sein Ziel könnte der nächstliegende gesunde Erythrocyt (rechts unten) sein.

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