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Vom Insektizid zu Platons Universum – die Pagodan‐Route zu Dodecahedranen: neue Wege und neue Ziele
Author(s) -
Prinzbach Horst,
Weber Klaus
Publication year - 1994
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19941062204
Subject(s) - physics , chemistry
Das ursprüngliche Konzept zur Herstellung pentagonaler Dodecahedrane durch Umwandlung strukturell ähnlicher, sehr energiereicher [1.1.1.1]Pagodane implizierte katalysierte Dehydrocyclisierungen. Damit war ein nur sehr enger Anwendungsbereich vorprogrammiert. Mit Verfahren zur gezielten, mehrfachen Funktionalisierung dieser Pagodane wurde der Umstieg auf alternative Cyclisierungsverfahren möglich, bei zunehmender Ökonomie dieser Verfahren wurden praktikable Zugänge eröffnet zu einer Vielfalt an pentagonalen und nicht‐pentagonalen, carba‐ und hetero‐cyclischen Dodecahedran‐Gerüsten mit breit variierbaren Substitutionsmustern. Über einen solchen Umweg wurde auch das (CH) 20 ‐Grundgerüst effizienter zugänglich, so daß lange vermißte thermochemische Daten kalorimetrisch ermittelt werden konnten. Einfach und doppelt ungesättigte Dodecahedrane mit isolierten CC‐Doppelbindungen sind trotz außergewöhnlich starker Pyramidalisierung der olefinischen Zentren kinetisch sehr beständig, dimerisieren aber bei energischer thermischer Aktivierung. Höher ungesättigte Dodecahedrane (Triene – Decaen (C 20 ‐Fulleren)?) existieren bislang nur in der Gasphase. Höhere Fullerene, unter anderem C 60 , entstehen laut massenspektrometrischer Analyse bei der Belichtung halogenhaltiger Dodecahedrane/Pagodane mit einem 248 nm‐Excimerlaser. Transanulare Elektronendelokalisierung ist für den “schmalen” Pagodan/Isopagodan‐ und auch für den “sphärischen” Dodecahedran‐Käfig verifiziert.

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