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Die Medizinische Chemie im Goldenen Zeitalter der Biologie: Lehren aus der Steroid‐ und Peptidforschung
Author(s) -
Hirschmann Ralph
Publication year - 1991
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19911031008
Subject(s) - gynecology , philosophy , medicine
Die Zusammenarbeit zwischen Biologen und Chemikern hat Medikamente hervorgebracht, die für die Gesellschaft von enormen Nutzen waren und sind. Durch diese Wechselwirkung werden zwei Vorzüge synergetisch kombiniert: die Exaktheit der chemischen Konzepte und die Fähigkeit der Biologen, Ergebnisse aus mehreren Forschungsgebieten in übergreifenden Theorien zu vereinigen. Die resultierenden Beiträge für die medizinische Praxis haben die Häufigkeit von Erkrankungen und die Sterblichkeitsrate erniedrigt und die Lebensqualität erhöht. Auf der Grundlage der Arbeiten von Chemikern wie Robinson, Prelog, Woodward und Pauling hat die Medizinische Chemie die rationale Entwicklung von Medikamenten, besonders von Enzym‐Inhibitoren, in einem Maße vorangetrieben, das noch vor zwanzig Jahren undenkbar schien. Einige der wichtigsten Beiträge der Medizinischen Chemie zur Gesundheit von Menschen und Tieren sind unmittelbar auf die innovative Anwendung struktureller und elektronischer Konzepte, auf die Weiterentwicklung instrumenteller Methoden und auf spektakuläre Fortschritte in der Biologie zurückzuführen. Jedoch nutzen medizinisch orientierte Chemiker bisher erst einen Bruchteil der Möglichkeiten, welche die „Doppelhelix‐Revolution” der fünfziger Jahre eröffnet hat. Die Abschnitte 4, 5 und 6 dieses Aufsatzes demonstrieren die Art des Wechselspiels zwischen Molekularbiologie und Chemie besonders deutlich.

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