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Große Angst vor kleinen Mengen ‐ die Bedeutung der Analytischen Chemie in der modernen Industriegesellschaft am Beispiel der Spurenanalytik der Elemente
Author(s) -
Tölg Günther,
Garten Rainer P. H.
Publication year - 1985
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19850970604
Subject(s) - humanities , philosophy , chemistry , physics
Am Beispiel der extremen Spurenanalyse der Elemente im Nano‐ und Picogramm‐Bereich soll der Stellenwert der Analytischen Chemie für unsere moderne Industriegesellschaft und der damit verbundene Wandel im stoffbezogenen Denken in der Analytik bewußt gemacht werden. Die Analytische Chemie mußte in diesem Jahrhundert in Forschung und Lehre eine lange Durststrecke durchstehen; zur Zeit erlebt sie aber eine stürmische Entwicklungsphase, die allerdings neue existentielle Gefahren aufkommen läßt. Bei der wachsenden Polarisierung unserer Gesellschaft zwischen Gegnern und Befürwortern eines effizienten technischen Fortschritts kann die Analytische Chemie von der einen Seite unkritisch benutzt werden und dann bei der anderen nach der Devise: „Die nachweisstarke Analytik ist an allem schuld” in Verruf geraten. Als Chemiker müssen wir immer wieder betonen, daß nur eine verantwortungsvoll genutzte, leistungsstarke Analytik Risiken kalkulierbar machen und somit die in beiden Lagern wachsenden Ängste vor „kleinen Mengen” abbauen helfen kann. Hierzu erforderliche Strategien aus methodischen und forschungspolitischen Perspektiven werden skizziert.

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