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Reaktivität primär erzeugter Radikale und Radikalionen, Stofftransport und Elektrosorption – die wesentlichen Faktoren für die Selektivität von elektrochemischen Synthesen organischer Verbindungen
Author(s) -
Wendt Hartmut
Publication year - 1982
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19820940405
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Elektrosynthesen organischer Verbindungen sind in vielen Fällen wenig selektiv, da die primär an der Elektrode erzeugten Radikalionen und/oder Radikale so reaktiv sind, daß sie sich mit mehreren der im Elektrolyten vorhandenen Reaktanden konkurrierend umsetzen können. Es wird angestrebt, die Selektivität durch gezielte Veränderung der Prozeßparameter zu erhöhen; Voraussetzung dafür sind unter anderem Kenntnisse über Elektrosorption sowie den Zusammenhang zwischen Stofftransport und chemischer Reaktion im Bereich der Elektrode. Vier Beispiele dienen zur Erläuterung: 1 Anodische Synthese von Triarylsulfoniumsalzen, 2 Addition anodisch erzeugter N 3 ‐Radikale an Olefine und Bildung von ”monomeren„ 1,2‐ und ”dimeren„ 1,4‐Diaziden, 3 Kathodische Synthese von optisch aktivem 1‐(2‐Pyridyl)ethanol, 4 Erzeugung von veretherten 1,2‐ und 1,4‐Diolen durch anodische Oxidation von Vinylverbindungen in alkoholischen Lösungen.