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α,ω‐Diisocyanato‐carbodiimide und ‐polycarbodiimide sowie ihre Derivate
Author(s) -
Wagner Kuno,
Findeisen Kurt,
Schäfer Walter,
Dietrich Werner
Publication year - 1981
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19810931005
Subject(s) - chemistry , carbodiimide , polymer chemistry
Die Untersuchungen auf dem Gebiet der niedermolekularen, oligomeren und polymeren α,ω‐Diisocyanato‐carbodiimide und ‐polycarbodiimide waren nicht nur für diese selbst von Bedeutung, sondern sie brachten – wie so häufig in der Chemie – auch andere interessante Ergebnisse mit sich: originelle neue Synthesemethoden, Erkenntnisse über Eigenschaften niedermolekularer Carbodiimide und Phosphanimid‐Derivate sowie über Fragmentierungs‐reaktionen von Sauerstoff, Phosphor und Stickstoff enthaltenden viergliedrigen Heterocyclen und ein besseres Verständnis des Diisocyanat‐Polyadditionsverfahrens sind einige der Nebenprodukte dieser Forschung. „Hochtemperatur”‐ und „Tieftemperatur”‐Polycarbodimidbildung, ihre Homogen‐ und Heterogenkatalyse und die zentrale Bedeutung von Vierringfragmentierungsmechanismen unter Bildung von Phosphanimid‐Derivaten werden beschrieben. Eine Vielfalt von Derivatisierungsreaktionen oligomerer und hochmolekularer Polycarbodiimide und Polyuretonimine ermöglicht, interessante Bausteine des Diisocyanat‐Polyadditions‐ und ‐Polykondensationsverfahrens zu synthetisieren. Die in‐situ‐Herstellung von Polycarbodiimiden über Matrix‐Reaktionen in elastischen Polyurethan‐Weichschaumstoffen führt unter symmetrisch ablaufenden, starken Wachstumsvorgängen zu einer zellförmigen Stoffanordnung; es werden so Kombinationsschaumstoffe mit erhöhter Carbonisierungstendenz erhalten. Auf einige technische Verwendungen von α,ω‐Diisocyanato‐polycarbodiimiden, von hochmolekularen, vernetzten Polyuretoniminen und von Polycarbodiimid‐Schaumstoffen wird hingewiesen.