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Das Prinzip der minimalen chemischen Distanz (PMCD)
Author(s) -
Jochum Clemens,
Gasteiger Johann,
Ugi Ivar
Publication year - 1980
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19800920704
Subject(s) - chemistry
Die Ableitung der Isoprenregel, der Mechanismus der Umlagerung von Tetrahydrodicyclopentadien zu Adamantan, fünf Colchicinsynthesen sowie die Synthesen von C 16 ‐Hexaquinacen, Morphin und Strychnin werden durch das Prinzip der minimalen chemischen Distanz (PMCD) als Optimierungsprobleme formulierbar und zu Fragen, die mit Computern in der Regel in weniger als einer Sekunde lösbar sind. Das Prinzip der minimalen chemischen Distanz beruht auf einer algebraischen Theorie der konstitutionellen Chemie. Das PMCD, ein Korollar des wohlbekannten Prinzips der minimalen Strukturänderung, ist eine quantitative heuristische Regel, welche bei der computer‐unterstützten kombinatorischen Lösung einer Vielfalt chemischer Probleme nützlich ist. Dazu zählen insbesondere die Strukturanalyse, die Untersuchung von Reaktionsmechanismen und die Syntheseplanung.