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Bestimmung von morphologischen Eigenschaften quellbarer Festkörper durch Ausschluß‐Chromatographie
Author(s) -
Halász István,
Vogtel Peter
Publication year - 1980
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19800920106
Subject(s) - chemistry
Viele technisch interessante poröse Festkörper, z. B. Ionenaustauscher oder Adsorbentien für die Katalyse, sind quellbare Polymere, d. h. die Porenstruktur hängt vom Quellmittel ab. Ein Verfahren, das auf der Methode der Ausschluß‐Chromatographie beruht, ermöglicht die Bestimmung der Porengröße und Porengrößenverteilung im gequollenen Zustand. ‐ Durch Ausschluß‐Chromatographie (AC), auch als Gelpermeation, Gelfiltration oder Molekularsieb‐Chromatographie bezeichnet, lassen sich gelöste Stoffe ‐ meist Polymergemische ‐ nach ihrer Molekülgröße trennen. Als stationäre Phase werden poröse Festkörper verwendet. Umgekehrt können durch Ausschluß‐Chromatographie die Porengrößen und andere Strukturdaten der stationären Phasen bestimmt werden. Dazu wird eine Reihe von Standards (polymeren Proben) mit bekanntem Molekulargewicht benötigt. Dieses einfache und schnelle Verfahren hat sich schon bei rigiden Festkörpern sehr bewährt; bei quellbaren Festkörpern läßt sich die Porenstruktur überhaupt nur auf diese Weise unter praxisnahen Bedingungen charakterisieren: Klassische Verfahren erfordern trockene Proben.