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Die Ladungsverteilung in Komplexverbindungen
Author(s) -
Chatt Joseph,
Leigh G. Jeffery
Publication year - 1978
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19780900607
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Die Ladungsverteilung zwischen Metallatomen und Liganden in Komplexverbindungen könnte theoretisch berechnet oder empirisch gemessen werden, wenn es für beides eine verläßliche Methode gäbe. Dieser Aufsatz befaßt sich hauptsächlich mit zwei experimentellen Methoden, der Messung des Dipolmoments und der Röntgen‐Photoelektronen‐Spektroskopie, die bei Komplexen der schwereren Übergangsmetalle mit tertiären Phosphanen und bei ähnlichen Komplexen angewendet werden. Beide Methoden führen zum Ergebnis, daß der Ladungsunterschied selten mehr als ±0.3 e beträgt und daß einige sogenannte neutrale oder positive Liganden, wie N 2 oder NO + , in einem Komplex mehr negative Ladung als formal anionische Liganden wie H − aufzunehmen vermögen. Kleine Liganden hoher formaler Ladung, z. B. O 2− , NR 2− und N 3− , scheinen nicht stärker negativ als Cl − geladen zu sein; einfach negative Liganden zeigen allerdings große Unterschiede bezüglich ihrer Fähigkeit, zu den Dipolmomenten beizutragen. Die Liganden NO, CO, PF 3 , CH   3 −und H − sind alle nahezu neutral bis leicht negativ, während Pyridine, tertiäre Phosphane usw. am stärksten positiv geladen sind.

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