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Gasförmige Chloridkomplexe mit Halogenbrücken‐Homöokomplexe und Heterokomplexe
Author(s) -
Schäfer Harald
Publication year - 1976
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19760882303
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Die Chemie der in den letzten Jahren in großer Zahl beobachteten gasförmigen Halogenidkomplexe wird am Beispiel der Chloride behandelt. – Homöokomplexe , durch Cl‐Brücken verknüpfte dimere oder auch polymere Chloridmoleküle (z. B. (NaCl) n , n=2–4; (CuCl) n , n=2–5; (BeCl 2 ) n , n=2–4; Pd 6 Cl 12 ), treten in weiten Bereichen des Periodensystems auf. Besonders aufschlußreich ist der Vergleich der Dissoziationsenthalpie solcher Moleküle mit der Verdampfungsenthalpie der flüssigen Chloride. Heterokomplexe sind aus verschiedenen Chloridmolekülen durch Verknüpfung über Cl‐Brücken aufgebaut. Neben 1:1‐Komplexen (z. B. NaAlCl 4 , TlPbCl 3 , KThCl 5 , CdPbCl 4 , AlUCl 8 ) sind auch größere Moleküle (z. B. CoAl 2 Cl 8 , CrAl 3 Cl 12 , Cu 2 UCl 6 , In 2 UCl 10 ) bekannt. Formeltypen und Strukturen und vor allem Bildungsenthalpien solcher Komplexe werden kritisch erörtert. – Heterokomplexe sind bei Chemischen Transportreaktionen, als Reaktionsvermittler bei Synthesen und bei gaschromatographischen Trennungen (Lanthanoide, Actinoide) nutzbar. Sie spielen bei manchen technischen Prozessen (Erzchlorierungen) sowie bei neu entwickelten Typen von Hochdruckentladungslampen eine Rolle.

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