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Kristallchemie von Komplexcarbiden und verwandten Verbindungen
Author(s) -
Nowotny Hans
Publication year - 1972
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19720842003
Subject(s) - carbide , chemistry , materials science , metallurgy
Zahlreiche Metallcarbide lassen sich aufgrund von strukturellen Merkmalen unter einheitlichem Aspekt betrachten, vor allem was die Art der Verknüpfung oktaedrischer sowie gelegentlich trigonal‐prismatischer [M 6 C]‐Gruppen (M = Übergangselement) betrifft. Dazu gehören insbesondere Carbide mit Perowskit‐Struktur (M 3 M′C; M′ = ein von M verschiedenes Übergangs‐ oder ein Hauptgruppen(A)‐Element) und Derivate davon, β‐Mn‐Carbide (M 3 M′ 2 C), χ‐Carbide, Carbide vom V 3 AsC‐ und Cr 2 AlC‐Typ mit ihren Derivaten, η‐Carbide (M 3 M′ 3 C) sowie Carbide, welche die Struktur des gefüllten Mn 5 Si 3 ‐Gitters besitzen. Die hohe Stabilität dieser Komplexcarbide geht auf die starke MC‐Bindung und auf zusätzliche MM′‐Bindung zwischen den Metallatomen zurück, die ein geordnetes Wirtsgitter aufbauen. Neben dem Prinzip der Auffüllung von Gitterlücken (durch isolierte C‐Atome; Einlagerungscarbide) trifft man auch auf Substitution von A‐Elementen durch Kohlenstoff. So kommen beispielsweise in Borocarbiden erweiterte Strukturelemente vor.

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