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Phosphor. Von der Lichtmaterie zum chemischen Element
Author(s) -
Krafft F.
Publication year - 1969
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19690811703
Subject(s) - philosophy , humanities , art
Vor nunmehr genau 300 Jahren wurde in Hamburg von einem Hennig Brand, doctor medicinae, wie er sich nennt, und „Chymist”, ein seltsamer Stoff im menschlichen Urin entdeckt, dem einige Jahre später der schon für andere unter gewissen Umständen selbstleuchtende Stoffe gebräuchliche Name phosphorus („Lichtträger”) gegeben wurde und der wegen seiner Eigenschaften im ausgehenden 17. Jahrhundert großes Aufsehen erregte. Es waren jedoch andere, die in erster Linie von dieser Entdeckung Brands profitierten: Johann Daniel Krafft, Johann Kunckel, Gottfried Wilhelm Leibniz, welche die Schwächen des Entdeckers auszunutzen verstanden. Das „kalte Feuer”, wie Brand seinen Stoff nannte, galt ursprünglich als elementarer Licht‐ oder Feuerstoff. Seine Zugehörigkeit zu den chemischen Elementen konnte erst mit dem Entstehen der antiphlogistischen Chemie Antoine Laurent Lavoisiers erkannt werden, für deren Ausbildung der Phosphor etwas mehr als hundert Jahre nach der Entdeckung, vor jetzt fast zweihundert Jahren, eine entscheidende Rolle spielen sollte.

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