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Oxokationen der Übergangsmetalle
Author(s) -
Selbin J.
Publication year - 1966
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19660781503
Subject(s) - chemistry
Erwartungs‐ und Beständigkeitsbereich der Übergangsmetall‐Oxokationen in wäßriger Lösung werden diskutiert. Besonders interessant sind Spezies mit Bindungsordnungen der Metall‐Sauerstoff‐Bindung > 1. Diese Bindungsordnungen können bisweilen röntgenographisch aus Bindungslängen und Bindungswinkeln, meist aber nur IR‐spektroskopisch untersucht werden. – Der Frequenzbereich der Metall‐Sauerstoff‐Valenzschwingung, der bisher etwa von 900 bis 1100 cm −1 angenommen wurde, muß nach diesen Untersuchungen bis mindestens 780 cm −1 erweitert werden, sofern alle Mehrfachbindungen, insbesondere die in trans‐Dioxokomplexen, einbezogen werden sollen. Breite Banden bis hinab zu 650 cm −1 werden mit Metall‐Sauerstoff‐Brücken in Zusammenhang gebracht. – Die Existenz beispielsweise von Kationen wie ZrO 2+ und VO 2 + , oder des „so gut bekannten” Titanyl‐Ions, TiO 2+ , konnte bis heute nicht bewiesen werden. In vielen Fällen hat man O‐verbrückte, mehrkernige Oxometall‐Spezies anzunehmen.