z-logo
Premium
Die chemische Bindung in der Sicht der modernen theoretischen Chemie
Author(s) -
Preuss H.
Publication year - 1965
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19650771504
Subject(s) - chemistry , philosophy , humanities
Ausgehend von den klassischen Vorstellungen werden die halbempirischen Ansätze zur Erfassung der chemischen Bindung kritisch diskutiert; im besonderen werden ihre Grenzen besprochen. Regeln, wie die über die Additivität der Bindungskonstanten und die Oktettregel, werden unter Berücksichtigung neuer chemischer Verbindungen geprüft. Dabei zeigt sich, daß diese Regeln zum Verständnis der chemischen Bindung nicht ausreichen, Diskrepanzen aufweisen und Vieldeutigkeiten enthalten; dies gilt auch für die Hybridisierungsvorstellung, deren Ausgangspunkte diskutiert werden. Im Rahmen der wellenmechanischen Betrachtung lassen sich einige allgemeingültige Aussagen über die chemische Bindung herausstellen. Dabei ergibt sich, daß die Hybridisierungsvorstellung sowie einige andere Regeln zu primitiv sind, um allgemein gültige Aussagen und Voraussagen über Bindungsprobleme zu erlauben, ja daß sie teilweise von falschen Voraussetzungen ausgehen; eine bessere Fundierung des Verständnisses der chemischen Bindung ist nur mit der Wellenmechanik denkbar, und auch möglich.

This content is not available in your region!

Continue researching here.

Having issues? You can contact us here