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Über Langperioden bei verstrecktem Polyäthylen
Author(s) -
Fischer E. W.,
Schmidt G. F.
Publication year - 1962
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19620741507
Subject(s) - chemistry
Die im Röntgenkleinwinkeldiagramm von verstrecktem Polyäthylen auftretenden Meridian‐ Interferenzen werden durch eine nahezu periodische Anordnung von kristallinen und fehlgeordneten Bereichen hervorgerufen. Die durch den mittleren Abstand zweier aufeinanderfolgender Kristallite definierte Langperiode hängt von der Vorbehandlung ab. Zeit‐ und Temperaturabhängigkeit der Lage der Kleinwinkelreflexe wurde untersucht. Die beim Tempern stattfindende Umkristallisation, die zu einem Anwachsen der Langperiode führt, wurde auch mit anderen Meßmethoden verfolgt. Vergleichende Untersuchungen wurden an unverstrecktem, massivem Polyäthylen und an Polyäthylen‐Einkristallen durchgeführt. Die Langperiode wächst in diesen Fällen nach dem gleichen Zeitgesetz wie bei verstreckten Folien. Bezüglich des Zusammenhanges zwischen Dichte und Langperiode ergaben sich jedoch charakteristische Unterschiede. Sie werden darauf zurückgeführt, daß die Ketten bei den Einkristallen und im schmelzkristallisierten Material an den Grenzflächen der Kristallite gefaltet sind, im verstreckten Polyäthylen dagegen nicht. Auf den Zusammenhang des Langperiodenwachstums mit anderen im gleichen Temperaturbereich beobachteten Vorgängen (partielles Schmelzen, Nachkristallisation wird hingewiesen).

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