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Metallverbindungen des Cyclopentadiens und Indens
Author(s) -
Fischer E. O.
Publication year - 1955
Publication title -
angewandte chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3757
pISSN - 0044-8249
DOI - 10.1002/ange.19550671706
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Die Verbindungen werden meist durch Umsetzungen von Halogeniden der Übergangsmetalle mit Cyclopentadienyl‐magnesiumbromid bzw. durch Reaktion geeigneter Verbindungen derselben mit Alkalisalzen des Cyclopentadiens in flüssigem Ammoniak oder auch Tetrahydrofuran dargestellt. Die Strukturaufklärung der ungeladenen Metall‐di‐cyclopentadienyle ergab eine pentagonal‐antiprismatische Molekelgestalt. Sie sind leicht flüchtig, kristallisationsfreudig und in organischen Lösungsmitteln leicht löslich. Die Alkali‐ und Erdalkali‐Cyclopentadienyle zeigen salzartigen Charakter. Die Ring‐wasserstoffe sind, wie speziell am „Ferrocen” gezeigt werden konnte, substituierbar. Auch Metall‐di‐indenyle konnten erhalten werden. Mono‐cyclopentadienyl‐Metallkomplexe sind gleichfalls stabil; dargestellt wurde eine große Zahl von Cyclopentadienyl‐metallcarbonylen, ‐nitrosylen und einige andere Komplextypen. Technische Verwendungsmöglichkeiten, so als Antiklopfmittel oder zur Förderung einer rauchlosen Verbrennung von Heizölen, sind vorgeschlagen worden.