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Theoretische und experimentelle Beiträge zur Theorie des negativen Glimmlichts
Author(s) -
Franck Günter
Publication year - 1967
Publication title -
annalen der physik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 1.009
H-Index - 68
eISSN - 1521-3889
pISSN - 0003-3804
DOI - 10.1002/andp.19674740703
Subject(s) - physics , philosophy
Teil 1: Mit einer aus der Entladungsspannung U E und der pd‐U E ‐Charakteristik der reduzierten Fallraumlänge bestimmbaren Neuerzeugungsfunktion wird ein Diffusionsmodell des negativen Glimmlichts (NGL für zylindrische Geometrie berechnet. — Der Plasmawirkungsgrad δ des NGL kann errechnet werden. Er hängt nur von U E und der reduzierten GL‐Länge ab. Unterschreitet die GL‐Länge L einen kritischen Wert L/R‐r 0 ≦ 3 (Rohrradius R , Kontraktionsradius r 0 ), so sinkt δ stark ab. — Im Rahmen des Diffusionsmodells ist der Einsatzpunkt des FARADAYschen Dunkelraums und der positiven Säule angebbar. — Eine Energiebilanz der Plasmaelektronen ergibt, daß deren mittlere Energie von der Anfangsenergie nach der Ionisierung durch die Fallraumelektronen herrühren muß. Teil 2: Das in Teil 1 behandelte Diffusionsmodell besitzt für H 2 ‐Entladungen bis zu Drucken p ≦ 0,1 Torr Gültigkeit. Für das Plasmadichteprofil längs der Rohrachse, die absolute Plasmadichte, den δ‐Koeffizienten und die elektrische Längsfeldstärke wird gute Übereinstimmung mit dem Modell gefunden. Bei höheren Drucken scheint Volumenrekombination einzusetzen.