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Nachweis des thermoelektrischen Homogeneffektes 3. Grades (1. Benedicks‐Effekt) an einem Gold‐Einkristall
Author(s) -
Buschhorn G.
Publication year - 1964
Publication title -
annalen der physik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 1.009
H-Index - 68
eISSN - 1521-3889
pISSN - 0003-3804
DOI - 10.1002/andp.19644680705
Subject(s) - physics , microbiology and biotechnology , biology
Anschließend an frühere Untersuchungen von G. Kocher 1 ) an polykristallinen Ringen aus Au, Ag und Pt wurde die Existenz des thermoelektrischen Homogeneffektes 3. Grades (1. Benedicks‐Effekt) an einem Goldring nachgewiesen, der aus einem geraden Einkristall durch Biegen zu einem Rechteck und anschließendes Verschmelzen der beiden freien Enden hergestellt wurde, so daß die einkristalline Struktur des Ringes nur an den vier Eckstellen beeinträchtigt war. Es wurde die von W. Meißner angegebene Meßmethode Frl. Kochers verwendet, die alle Störeffekte ausschließt und vor allem die getrennte Messung des dem Homogeneffekt überlagerten Inhomogeneffektes gestattet. Die Meßgenauigkeit wurde durch Verbesserung des verwendeten Magnetsystems auf etwa das 35fache der Kocherschen Genauigkeit gebracht. Bei festgehaltener Länge des Temperaturgefälles setzt sich die Gesamtthermokraft aus zwei Anteilen zusammen, die Δ T bzw. Δ T 3 (Δ T = Betrag der Temperaturdifferenz) proportional sind, und die dem Inhomogen‐ bzw. dem Homogeneffekt entsprechen. Für eine Länge des Temperaturgefälles von 3 mm hat der Benedicks‐Effekt für den Goldeinkristall den Wert –8,5 ˙ 10 −15 ˙ Δ T 3 Volt und ist von gleicher Größenordnung wie der Effekt beim Goldpolykristall. In beiden Fällen hat der thermoelektrische Strom das entgegengesetzte Vorzeichen des Temperaturgradienten.