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Präzisionsuntersuchungen am Zinkgitter. I. Präzisionsmessung der Gitterkonstanten und Untersuchungen von Gitterstörungen
Author(s) -
Ancker Betsy
Publication year - 1953
Publication title -
annalen der physik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 1.009
H-Index - 68
eISSN - 1521-3889
pISSN - 0003-3804
DOI - 10.1002/andp.19534470112
Subject(s) - gynecology , physics , philosophy , medicine
1 Eine Präzisionsmessung der Gitterkonstanten von Zink nach der von W. Kossel angegebene und von van Bergen hoch entwickelten Kompensationsmethode ergab bei\documentclass{article}\pagestyle{empty}\begin{document}$$ \begin{array}{*{20}c} {22,00{\rm } \pm {\rm 0,04}^ \circ \,{\rm C: }a_0 \, = \,2659,32\, \pm \,0,02\,{\rm XE,}} \\ {c_{0\,} = \,4936,19\, \pm \,0,04\,{\rm XE}{\rm .\ \ \ \ (II} - {\rm D)}} \\ \end{array} $$\end{document}2 Ein Vergleich mit den Messungen anderer Autoren zeigt Übereinstimmung innerhalb der Fehlergrenzen der besten früheren Werte und der vorliegenden. (II–E) 3 Die Kompensationsmethode besitzt als Mittel, Gittersörungen zu studieren, den erheblichen Vorzug, daß die Gitterkonstante und die Mosaikstruktur des untersuchten Bereichs gleichzeitig erfaßt werden können. (III–A) 4 Aus Aufnahmen von verbreiterten Röntgenreflexen wurden die maximalen Abweichungen der Gitterkonstanten vom Normalwert, die ohne erkennbare Domänenbildung vorkommen, ermittelt zu:\documentclass{article}\pagestyle{empty}\begin{document}$$\begin{array}{*{20}c} {\delta a\, < \,0,1\,{\rm XE}} \hfill \\ {\delta c\, \approx \,0,5\,{\rm XE}{\rm .}\,{\rm (III} - {\rm B} - {\rm I} - {\rm a}\,{\rm und}\,\,\,{\rm III} - {\rm B} - 2)} \hfill \\ \end{array} $$\end{document}5 Das schwach gestörte Zinkgitter zeigt eine charakteristische Mosaikstruktur: ihre Domänen sind im wesentlichen gegen die c ‐Achse gekippt. (III–B–1–a und b) 6 Die nach dem Burgersschen Modell der Domänenbildung zu erwartenden Störungen des Gitters entsprechen der hier experimentell gefundenen Mosaikstruktur. (III–B–c) 7 Einkristalle, welche mit erheblichen inneren Spannungen hergestellt worden waren und damit außer den üblichen Störungen ein aufgeweitetes Gitter hatten, zeigten eine kompliziertere Mosaikstruktur als die eines normalen Einkristalls. In sich aber waren die Domänen der aufgeweiteten Gitter nicht stärker gestört als die der normalen. (III–B–2) 8 Es war möglich, ein störungsfreies aufgeweitetes Gitter durch Einlagerung von Fremdatomen zu erhalten. (III–B–3)