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Die Eisen‐Platin‐Invare und ihre Ausdehnungs‐Anomalien. (Mit 5 Abbildungen)
Author(s) -
Kußmann A.,
Auwärter M.,
v. Rittberg G. Grfn.
Publication year - 1948
Publication title -
annalen der physik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 1.009
H-Index - 68
eISSN - 1521-3889
pISSN - 0003-3804
DOI - 10.1002/andp.19484390309
Subject(s) - physics
1 Die Platin‐Eisen‐Legierungen zwischen 54 und 65 Gewichtsprozent (25 bis 35 At‐Prozent) zeigen in noch stärkerem Maße als die Nickelstähle einen Invar‐Effekt, wobei nicht nur die thermische Ausdehnung verschwindet, sondern die größten bisher beobachteten negativen Ausdehnungen auftreten. 2 Die Eigenschaften hängen stark von der Wärmebehandlung ab und lassen sich durch diese variieren. Als Höchstwerte wurden in abgeschreckten Legierungen negative Ausdehnungskoeffizienten von −30 · 10 −6 (Kontraktionen im Gesamtbetrag von 2 Promille), im angelassenen Zustande Ausdehnungskoeffizienten nahe bei Null in breiten Temperaturbereichen bis zu 300° beobachtet. 3 Die Ursache für diese Erscheinung ist in der extrem hohen Magnetostriktion der Legierungen in diesem Gebiet zu suchen. Ihre Änderung mit der Wärmebehandlung hängt dagegen mit der Bildung bzw. Auflösung einer geordneten Atomverteilung Fe 3 Pt zusammen. 4 Auf die Möglichkeit technischer Anwendung einzelner Legierungen wird kurz hingewiesen.