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Die Abhängigkeit des normalen Kathodenfalls von der Oberflächenbeschaffenheit der Kathode. I
Author(s) -
Seeliger R.,
Bartholomeyczyk W.
Publication year - 1947
Publication title -
annalen der physik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 1.009
H-Index - 68
eISSN - 1521-3889
pISSN - 0003-3804
DOI - 10.1002/andp.19474360411
Subject(s) - physics , philosophy , gynecology , humanities , medicine
Der normale Kathodenfall (nKF) ist nach üblicher Auffassung eine für jede Kombination Kathodenmetall/Füllgas charakteristische Konstante, wobei allerdings eine erhebliche Streuung um einen “Kurswert” zugestanden wird, der als solcher in den Tabellen der Lehr‐ und Handbücher verzeichnet ist. Diese Streuung wird man teils auf den Reinheitszustand des Gases, teils auf den Oberflächenzustand der Kathode zu schieben haben, abgesehen natürlich von den bekannten Verschiedenheiten der Kathodenfallwerte, die durch die verschiedenen Definitionsmöglichkeiten bzw. Meßmethoden bedingt sind. Bezüglich des Gases liegen die Dinge grundsätzlich (wenn auch nicht praktisch‐experimentell) ziemlich einfach und die Sachlage kann hier wohl im wesentlichen als geklärt gelten. Bezüglich der Oberflächenbeschaffenheit der Kathode hingegen ist man davon noch weit entfernt und kann wie bei der Lösung so mancher Probleme der Grenzflächenphysik vorläufig wohl kaum etwas anderes tun, als in möglichst systematischen Versuchen das Beobachtungsmaterial zu vervollständigen. Dazu soll nun die vorliegende Untersuchung einen Beitrag liefern, der auch methodisch für weitere Arbeiten nützlich sein kann. Wir stützen uns dabei auf ein sehr umfangreiches Versuchsmaterial, das zusammenzutragen wir uns seit langem bemüht haben. Zunächst haben wir versucht, daraus —es handelt sich um eine Menge von an sich ziemlich unübersichtlichen Einzelbefunden — das Wichtigste zusammenzustellen und zu ordnen.