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Untersuchungen über die Lumineszenzerregung von Zinksulfid—Kupfer—Phosphor durch langwelliges Licht
Author(s) -
Ritschl Rudolf
Publication year - 1947
Publication title -
annalen der physik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 1.009
H-Index - 68
eISSN - 1521-3889
pISSN - 0003-3804
DOI - 10.1002/andp.19474360408
Subject(s) - physics
Es wird die Frage nach der Lumineszenzerregung von ZnS · CuPhosphor durch Einstrahlung einer Wellenlänge innerhalb der Emissionsbande, über die widersprechende Angaben in der Literatur vorliegen, experimentell geprüft. Die spektrale Aussonderung des eingestrahlten Lichtes, das in Spektrallampen und Quecksilberhöchstdrucklampen erzeugt wurde, erfolgte durch einen Doppelmonochromator, dessen Flächen zur Erhöhung der Lichtstärke mit reflexvermindernden Schichten belegt wurden. Die Lumineszenz des Phosphors wurde mit einem Steinheilspektrographen vom Öffnungsverhältnis 1 : 3 photographiert. Einstrahlung von Licht einer Wellenlänge innerhalb der Emissionsbande erregt den Phosphor zum Mit‐ und Nachleuchten. Die Phosphoreszenzanregung durch so langwelliges Licht erweist sich als stark temperaturabhängig: Die Anregung erfordert eine gewisse optimale Temperatur des Phosphors, die bei ZnS · Cu bei etwa 150° C liegt. Durch objektive Spektralaufnahmen konnte belegt werden, daß bei der Lumineszenz‐Erregung innerhalb der Emissionsbande das Stokessche Gesetz durchbrochen wird und im Mit‐ und Nachleuchten stets die ganze Bande emittiert wird im Gegensatz zu älteren Angaben von Lenard und Mitarbeitern. — Es werden Beobachtungen über die Tilgung der Phosphoreszenz durch Wellenlängen innerhalb der Emissionsbande angestellt sowie das Mitleuchten des Phosphors bei Bestrahlung mit langwelligem Licht photometrisch verfolgt. Oberhalb des langwelligen Endes der Emissionsbande zeigt das Mitleuchten keine Temperaturabhängigkeit, während kürzere Wellenlängen einen temperaturabhängigen Anteil aufweisen. Zum Schluß wird der Einfluß des Prinzips von Franck und Condon auf die Intensitätsverteilung der Lumineszenzbanden von ZnS, das mit Cu, Zn und Ag aktiviert ist, diskutiert. Es ergibt sich ein Einfluß der Größe des Aktivatoratoms auf die Bandenform. Sämtlich mitgeteilten Ergebnisse stehen im Einklang mit dem Riehl‐Schönschen Modell der Kristallphosphore.