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(Übergewichts-) Prävention in Deutschland
Author(s) -
S Kobel,
O Wartha,
Jürgen M. Steinacker
Publication year - 2017
Publication title -
german journal of sports medicine
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.231
H-Index - 20
ISSN - 0344-5925
DOI - 10.5960/dzsm.2017.280
Subject(s) - psychology
Aktuell sind in Deutschland 67% der Männer und 53% der Frauen übergewichtig – davon sind 23% bzw. 24% der Männer und Frauen adipös (22). Wie in fast allen Industrienationen ist die Prävalenz von kindlichem Übergewicht und Adipositas in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen (23). Auch wenn neuerdings teilweise ein Plateau postuliert wird (28), ist der hohe Anteil Übergewichtiger als problematisch anzusehen, denn Übergewicht und Adipositas zu behandeln oder sogar zu reversieren, ist kaum erfolgreich (20). In Deutschland sind derzeit ca. 15% der dreibis 17-Jährigen übergewichtig und 6% adipös (16), was bedeutet, dass diese Kinder ein erhöhtes Risiko für Insulinresistenz, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, das metabolische Syndrom (25) sowie orthopädische (2) und psychische Probleme haben (6), die sich bis in das Erwachsenenalter strecken können und dadurch zu erhöhter Morbidität sowie vorzeitiger Mortalität führen können. Als Hauptgrund für die zunehmende Inzidenz von kindlichem Übergewicht und Adipositas wird häufig ein veränderter Lebensstil genannt. Neben einer Veränderung der baulichen Umgebung, den sozialen und ökonomischen Lebensbedingungen, ist insbesondere das Freizeitverhalten der Kinder und Jugendlichen ist von einem deutlichen Rückgang an (Alltags-)Bewegung, einem erhöhtem Medienkonsum und einer Zunahme an hochkalorischer Ernährung geprägt. In Deutschland ist etwa ein Viertel der Kinder im Kindergartenund Grundschulalter nicht regelmäßig und jedes achte Kind nie sportlich aktiv (18), etwa die Hälfte der Kinder erreicht die als gesundheitsförderlich geltenden 60 Minuten an moderater bis intensiver Bewegung täglich (12). Bei den 11bis 17-jährigen erreichen das nur noch ein Viertel der Jungen und ein Sechstel der Mädchen (18). Für Kinder und Jugendliche jedoch ist Bewegung eine unerlässliche Voraussetzung für ein gesundes Heranwachsen. Neben positiven Effekten auf die körperliche und motorische Entwicklung ist Bewegung v.a. für die Übergewichtsprävention essentiell. Universelle Primärprävention

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