Spezifische Investitionen als Legitimationsgrundlage für Stakeholderansprüche
Author(s) -
Alexander Brink
Publication year - 2011
Publication title -
die unternehmung
Language(s) - German
Resource type - Journals
ISSN - 0042-059X
DOI - 10.5771/0042-059x-2011-1-50
Subject(s) - business , political science
Im Zentrum des vorliegenden Beitrags steht die Frage, welche unternehmerische Anspruchs gruppe ein residuales Risiko trägt und damit einen begründeten An spruch auf das unternehmerische Residuum hat. Im Detail möchte ich auf Basis der Theorie spezifischer Investitionen, der Teamproduktionstheorie und der Theorie unvollständiger Verträge eine Erweiterung der Theorie der Unternehmung vorschlagen. Das Unternehmen wird zunächst – am Beispiel des Mitarbeiters – vertragstheoretisch rekonstruiert, sodann genauer als Vertragsbündel ungesicherter spezifischer Investitionen. Ungesicherte spezifische Investitionen stellen eine Legitimationsgrundlage für Residual ansprüche dar. Ein Anstieg der spezifischen Investitionen bewirkt eine Zunahme der impliziten Verträge, die sich ex ante vertraglich kaum absichern lassen. Mit zunehmender Implizität der Verträge steigen damit auch die Ansprüche des Mitarbeiters. Die klassischen beiden Absicherungsmechanismen, Eigentum und Kontrolle, werden durch eine dritte Variante ergänzt: das sich aus den treuhänderischen Pflichten ableitende Versprechen des Boards. Aus den zentralen Problemen mit Blick auf Ansprüche von unspezifisch investierten Stakeholdern und non-Stakeholdern ergibt sich weiterer Forschungsbedarf.
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