Orale Antidiabetika und GLP-1-Analoga
Author(s) -
Hannele Yki-Jrvinen
Publication year - 2019
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2019.08004
Subject(s) - medicine
Orale Antidiabetika stellen nur einen Aspekt der medikamentösen Therapie von Typ-2-Diabetes dar (Einstellung des Blutzuckerspiegels, Beeinflussung der Blutfettwerte, des Blutdrucks und der Blutgerinnung). Die orale Medikation sollte früh begonnen werden. Wenn keine Kontraindikationen vorliegen, wird eine medikamentöse Behandlung empfohlen, wenn der HbA1c-Wert trotz nicht medikamentöser Massnahmen über 48–53 mmol/mol (6,5–7,0%) liegt. Kann mit einem Medikament alleine keine Senkung des HbA1c-Werts unter 53 mmol/mol (7,0%) erzielt werden, ist zusätzlich ein anderes Antidiabetikum zu verabreichen, ausser es bestehen Kontraindikationen. Eine Behandlung mit Insulin muss spätestens dann eingeleitet werden, wenn der HbA1c trotz Medikation mit oralen Antidiabetika oder mit einem injizierbaren GLP-1-Analogon über 7,0% (53 mmol/mol) bleibt. Ein GLP-1-Analogon kann auch mit einer Basalinsulinbehandlung kombiniert werden. Die deutsche Nationale Versorgungsleitlinie Diabetes mellitus Typ 2 empfiehlt, den HbA1cZielwert (in der Regel im Korridor zwischen 48 und 58 mmol/mol ([6,5–7,5%]) von folgenden Faktoren abhängig zu machen: Patientenpräferenz nach Aufklärung; Alter und Komorbidität; Abwägung zwischen Nutzen (vermeidung diabetischer Spätschäden) und Schaden (Hypoglykämierisiko, Gewichtszunahme) der Substanzen.
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