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Phytobezoar in einem Meckel-Divertikel
Author(s) -
Benjamin Wagner,
Stefan Wildi
Publication year - 2017
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2017.03047
Subject(s) - phytobezoar , medicine , bezoar , surgery
Das Meckel’sche Divertikel, benannt nach dem deutschen Anatomen Johann Friedrich Meckel (1781–1833), stellt ein Rudiment des embryonalen Ductus omphalentericus mit einer Prävalenz von 2–4% in der Bevölkerung dar. Die meisten Meckel-Divertikel verhalten sich klinisch stumm. Komplikationen können jedoch in bis zu 16% der Fälle auftreten [1]. Neben der Divertikelblutung aufgrund ektoper Magenschleimhaut bei Kindern, sind beim Erwachsenen ein mechanischer Ileus aufgrund von Intussuszeption, Vernarbungen oder Verwachsungen zur Bauchwand gefolgt von der Meckel-Divertikulitis am häufigsten zu nennen [1]. Der Begriff Bezoar stammt aus dem Arabischen und bezeichnet ein unverdauliches Konglomerat im Gastrointestinaltrakt [2]. Landläufig bekannt ist vor allem der Trichobezoar nach dem Verschlucken von massenweise Haaren im Rahmen einer Trichotillomanie. Die häufigeren Phytobezoare bestehen hingegen aus einer Ansammlung nicht verdaulichen Pflanzenmaterials, wie z.B. Zellulose, Lignine oder Tannine. Bezoare finden sich vor allem im Magen, können jedoch ebenfalls primär im Dünndarm entstehen. Eine vollständige Obstruktion durch einen Bezoar kann wiederum Ursache eines mechanischen Ileus sein [2].

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