Verbesserte Diagnostik beim Prostatakarzinom: PSMA-PET
Author(s) -
Benedikt Kranzbühler,
Irene A. Burger,
Daniel M. Schmid,
Tullio Sulser,
Philipp A. Kaufmann,
Daniel Eberli
Publication year - 2016
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2016.02795
Subject(s) - medicine
In der Schweiz ist das Prostatakarzinom die bei Männern häufigste Tumorerkrankung und die zweithäufigste tumorbedingte Todesursache nach dem Bronchialkar zinom [1]. Eine vergleichbare Inzidenz wird auch in Westeuropa und den USA beobachtet [2]. Zur stadienge rechten Behandlung des Prostatakarzinoms sind eine präzise Diagnostik und ein korrektes Staging von gros ser Bedeutung. Nur so können Patienten der entspre chenden Risikogruppe korrekt zugewiesen werden. Zur Primärdiagnostik wird in der Regel eine ultraschall gesteuerte, transrektale oder transperinea le Prostatabi opsie durchgeführt. Diese ultraschallgesteuerten Biop sien können zur präziseren Lokalisation von Tumorherden mit einer vorgängig durchgeführten Bildgebung wie einer Magnetresonanztomographie (MRT) fusioniert werden, um gezielt aggressive Herde aufzusuchen. Bei Verdacht auf das Vorliegen einer bereits bei Diag nose fort geschrittenen Erkrankung oder zum ReSta ging nach durchgeführter lokaler Primärtherapie (radi kaler Prostatektomie, Radiotherapie oder fokaler Therapie) erfolgt zusätzlich eine Ganzkörperbildgebung zur Suche nach Metastasen. Bei einem erneuten Anstei gen des prostataspezifischen Antigens (PSA) nach Pri märtherapie, im Rahmen eines biochemischen Rezi divs, empfehlen die europäischen Richtlinien der Gesellschaft für Urologie abhängig von der Höhe des PSAWertes die Durchführung einer 18FCholin Positronenemissions tomographie kombiniert mit einer Computertomographie (18FCholinPET/CT) oder einer Knochenszintigraphie [3, 4]. Allerdings sind die Sensitivität und Spezifität dieser Mo dalitäten begrenzt und erlauben nicht immer eine klare Aussage über die effektive Metastasenlast [5]. Dies hat die Suche nach möglichst spezifischen Prostatakarzinom markern, die zur Diagnostik eingesetzt werden können, in den letzten Jahren vorangetrieben. Ein vielversprechender neuer Marker ist das prostata spezifische Mem branantigen (PSMA), das vermehrt an der Oberfläche der Prostatatumorzelle exprimiert wird. Zurzeit wird die Rolle des PSMA sowohl in der Bildge bung als auch in Bezug auf die Therapie des rezidivie renden bzw. metastasierten Prostatakarzinoms in ver schiedenen klinischen Studien untersucht.
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