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Eine neue Rubrik im Swiss Medical Forum
Author(s) -
Gérard Waeber
Publication year - 2015
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2015.02238
Subject(s) - political science , library science , computer science
Die Redaktion des Swiss Medical Forum erhält in der Rubrik «Fallberichte» (früher «Der besondere Fall») zahlreiche Artikel zur Veröffentlichung, die zu einer der beliebtesten unserer Zeitschrift gehört. Diese Fall beschreibungen können anekdotenhaft und manch mal spektakulär sein. Es muss jedoch festgehalten werden, dass sie wohl nur wenig zum ärztlichen Lern prozess beitragen. Sie sind rasch geschrieben und ge lesen, und der Inhalt ist oft bald vergessen. Dennoch prägen sich diese besonderen Situationen in das Gedächtnis des Patienten ein ... aber auch in das der Ärzte, die sie miterlebt haben. Meine medizinische und klinische Ausbildung stützte sich fortwährend auf den Grundsatz der Befragung. So habe ich das von der Mayo Clinic entwickelte päd agogische Instrument auf besondere Weise zu schät zen gelernt. Diese Universität widmet einen Teil ihrer Zeitschrift Mayo Clinic Proceedings den Assistenzärz ten, die sich dort in Ausbildung befinden. Die Rubrik heisst «Resident’s Corner» und ist meiner Ansicht nach von hohem pädagogischem Wert: Der Artikel beschreibt einen klinischen Fall, der nicht unbedingt spektakulär oder einzigartig ist, umfasst aber auch eine Reihe von Fragen. Die Situation wird in der Folge mit einem Mentor diskutiert, und der didaktische Nutzen wird durch diese Diskussion deutlich erhöht. Im Kielwasser dieser angesehenen Zeitschrift hat die Redaktion des Swiss Medical Forum eine ähnliche Ru brik ins Leben gerufen. Dieser neu geschaffene redak tionelle Raum, der den Titel «Was ist Ihre Dia gno se?» trägt, dient also der Veröffentlichung von Fällen, die von Assistenz oder Oberärzten in Weiter bildung be schrieben werden. Diese Artikel sollen mit einem Mentor diskutiert werden und eine Debatte über die Diagnose und Behandlungsstrategie im beschriebe nen Fall anregen. Wir vertreten den Standpunkt, dass diese Vorgehensweise unseren jungen, sich in Ausbil dung befindlichen Kollegen Gelegenheit geben kann, über eine klinische Situation, die sich in ihrem Spital oder ambulanten Umfeld zugetragen hat, nach zudenken und davon zu profitieren. Ziel ist überdies, keine aussergewöhnlichen oder anekdotenhaften Fälle heranzuziehen, sondern vielmehr Situationen, die Zweifel und Fragen hervorgerufen haben. Die Ab teilung für Innere Medizin des CHUV hat sich bereit erklärt, in den kommenden Ausgaben einige erste Fälle darzustellen, und wir hoffen, dass diese Initia tive unsere jungen Assistenzärzte zum Schreiben an spornt. Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu lesen, also greifen Sie zur Feder! Gérard Waeber

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