Pharmazeutische Medizin: «Transparenz schafft Vertrauen!» – oder: «Transparenz statt Vertrauen?»
Author(s) -
Peter Kleist
Publication year - 2014
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2014.02107
Subject(s) - political science
Den Aspekt der Transparenz im Bereich der klinischen Forschung möchte ich nur kurz ansprechen – hier stellt vollständige Datentransparenz die unmittelbare Voraussetzung für eine valide Abschätzung von Risiko-Nutzenund Kosten-Nutzen-Verhältnissen medizinischer Interventionen dar. Aber auch mittelbar ist Transparenz in der Forschung zur Aufrechterhaltung der Vertrauenswürdigkeit eines ganzen Wissenschaftssystems unabdingbar. «Nur hundertprozentige Transparenz schafft Vertrauen!» [1] – diese Behauptung halte ich im Kontext der Forschung nach wie vor und uneingeschränkt für wahr. Der Fokus des Beitrags soll ein anderer sein: Transparenz in den Beziehungen zwischen Akteuren im Gesundheitswesen, namentlich zwischen der Industrie und der Ärzteschaft, und der Umgang mit Interessenkonflikten. Was bringt Transparenz in diesem Zusammenhang? Und weiter: Trägt Transparenz zur Vertrauensbildung bei? Die Mehrzahl der Pharmazeutischen Medizinerinnen und Mediziner arbeitet in pharmazeutischen Unternehmen – aber sie sind auch Teil der Ärzteschaft; ihnen kommt daher in diesem Spannungsfeld eine besondere Rolle zu. Doch dazu später mehr.
Accelerating Research
Robert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom
Address
John Eccles HouseRobert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom