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Warum ist normaler Urin steril?
Author(s) -
Reto Krapf
Publication year - 2014
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2014.02033
Subject(s) - medicine
uropathogene Escherichia coli effizient und speditiv abtöten. Pathogenetisch interessant ist zudem die Beobachtung, dass jene Stämme von Escherichia coli, die invasive Harnweginfekte (Pyelonephritis) verursachen, gegenüber der Wirkung von Kathelizidinen relativ resistent sind. Die Kathelizidine werden also vom Urothel exprimiert, und diese Zellen können bei einer Besiedelung/Infektion die Kathelizidinproduktion schnell steigern und so Bakterien lokal zerstören. Dies entspricht, wenn man so will, der ersten epithelialen Phase der Kathelizidinproduktion. Erst später und bei ungenügender epithelialer Abwehr folgt dann die zweite Phase, bei der das Kathelizidin von den infiltrierenden Makrophagen/Leukozyten herstammt. Antimikrobielle Produkte aus dem Urothel, Defensine und Kathelizidine, sind also für die Sterilität des Urins von entscheidender Bedeutung. Die Resultate werfen eine Reihe weiterer Fragen auf: – Inwiefern liegt bei Patienten mit rezidivierenden Harnweginfekten eine defekte Defensin-/ Kathelizidin-Produktion vor? – Lassen sich diese Moleküle für die Prävention und die Therapie von Harnweginfekten synthetisieren und applizieren?

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