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Wann wollen Sie das nächste Mal Blut spenden?
Author(s) -
Gérard Waeber
Publication year - 2013
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2013.01639
Subject(s) - philosophy , mathematics , psychology
Blutspenden ist eine grosszügige, altruistische Tat, dank der viele Patienten überleben können. Die Motivation dazu sollte frei von Eigeninteresse sein. Ein therapeu tischer Aderlass, wie ihn unsere Vorfahren häufig vor genommen haben, könnte aber vielleicht auch heute uns allen von Nutzen sein! Der therapeutische Aderlass geniesst zwar in der angelsächsischen Kultur und Lite ratur kein allzu grosses Ansehen. Erlauben Sie mir trotzdem, ein paar interessante Schlussfolgerungen aus meiner Lektüre der letzten paar Monate an Sie weiter zugeben: – Hyperferritinämie mit Eisenüberlastung, wie man sie bei Hämochromatose sieht, ist typischerweise mit einer erhöhten Prävalenz von Diabetes assoziiert. Therapeutische Aderlässe gehen sicher mit einer verbesserten Glukoseregulation einher [1–4]. – Sehr häufig ist Hyperferritinämie ohne Eisenüber lastung, wie sie beim metabolischen Syndrom, Diabe tes, NASH oder polyzystischem Ovarialsyndrom zu beobachten ist [5]. – Eine Ernährung, die viel aus Häm stammendes Eisen enthält (also Nahrung tierischen Ursprungs), sowie hohe Ferritinspiegel stellen unabhängige Risikofak toren für die Entwicklung eines Diabetes, metaboli schen Syndroms und eines Schwangerschaftsdiabetes dar [6]. – Schon vor bald 25 Jahren wurde festgestellt, dass Desferoxamin, ein Eisenchelatbildner, bei diabeti schen Patienten mit Hyperferritinämie die Stoffwech selkontrolle sehr deutlich verbessert [7]. – In kontrollierten Studien (allerdings zugegebener massen mit beschränkter Patientenzahl) zeigte sich, dass Aderlässe zu erhöhter Insulinsensitivität und verbesserter Kontrolle von Blutzucker, Lipiden sowie sämtlichen bei NASH gestörten Laborparametern führen [1]. – Regelmässiges Blutspenden erhöht bei gesunden Individuen die Insulinsensitivität signifikant [8].

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