Multiples Myelom: Diagnostik und therapeutische Perspektiven
Author(s) -
Anne Cairoli,
Michel A. Duchosal
Publication year - 2013
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2013.01586
Subject(s) - medicine , gynecology
Das Multiple Myelom (MM) ist mit etwa 1% aller Krebs fälle die zweithäufigste hämatologische Krebserkran kung. Die durchschnittliche jährliche Inzidenz des MM in Europa liegt bei 6/100 000/Jahr. Das Durchschnittsalter der Patienten bei Diagnosestellung liegt bei etwa 65− 70 Jahren. Die Inzidenz des MM steigt mit zunehmendem Alter und erreicht bis zu 46/100 000/Jahr bei Patienten ≥75 Jahren; nur 37% der Patienten sind bei Diagnose stellung unter 65 Jahren. Männer sind häufiger betrof fen als Frauen (1,4:1), und in den USA ist diese Krebs art unter der afroamerikanischen Bevölkerung doppelt so stark verbreitet. Abgesehen von der Exposition gegenüber hohen Dosen ionisierender Strahlung gibt es keinen eindeutig identi fizierten prädisponierenden Faktor. Es gibt Fälle mit fa miliärer Häufung, diese bilden aber die Ausnahme. Dem MM geht stets eine monoklonale Gammopathie voraus, jedoch wird diese biologische Anomalie vor Dia gnosestellung nur selten entdeckt [2]. Das Vorliegen einer monoklonalen Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) hingegen, die bei 3−4% der Gesamtbevölkerung anzutref fen ist, reicht allein noch nicht, um ein Multiples Myelom auszulösen. Die Progression zum MM erfolgt tatsächlich nur in durchschnittlich jährlich 1% der Fälle. Die Krite rien zur Diagnose der MGUS sind in Tabelle 1 darge stellt.
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