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Thromboembolierisiko bei Antibabypillen der 4. Generation
Author(s) -
Maria Martinez,
Lukas Graf,
Dimitrios A. Tsakiris
Publication year - 2013
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2013.01533
Subject(s) - political science
Die oralen hormonellen Kontrazeptiva haben wir zwei Frauenrechtlerinnen, Margaret Singer und Katherine McCormick, dem Biologen Gregory Pincus und dem Gynäkologen John Rock zu verdanken. Das Prinzip der Pille ist die Empfängnisverhütung durch Vortäuschung einer Schwangerschaft mit Hilfe des gestagenen Hor mons Progesteron. Wie keine andere Medizin hat die Antibabypille das gesellschaftliche Leben verändert. Sie revolutionierte das Sexualleben, sie ermöglichte Frauen eine freiere Lebensplanung und sexuelle Selbstbestim mung. Die sexuelle Revolution in den 70ern war nur dank der sorgenfreien Verhütung möglich. Die zu die sem Zeitpunkt sinkende Geburtenrate wird auf die Anti babypille zurückgeführt. Bereits kurze Zeit nach Einführung der kombinierten oralen Kontrazeptiva (KOK) beobachtete man ein gehäuf tes Auftreten von thromboembolischen Ereignissen. Mit der Weiterentwicklung der Antibabypillen durch Dosis änderung der Östrogenkomponente sowie durch Ein führung neuer Gestagene liess sich das Nebenwirkungs profil zwar teilweise optimieren, das Thromboserisiko konnte jedoch nicht reduziert werden. Gemäss Swissmedic werden in der Schweiz seit 2009 pro Jahr ca. 40–50 Thrombosen bei Pille gemeldet. Die aktuell in der Schweiz erhältlichen KOK enthalten das Östrogen Ethinylestradiol entweder in Kombination mit Norethisteron (KOK der 1. Generation), mit Levonor gestrel (KOK der 2. Generation), mit Gestoden oder Desogestrel (KOK der 3. Generation) oder mit Drospire non (KOK der 4. Generation). Die KOK der 4. Generation zeigen sowohl eine antiandrogene als auch eine anti mineralokortikoide Wirkung.

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