PFO-Verschluss beim kryptogenen Hirnschlag – wirklich wirksam?
Author(s) -
Beat J. Meyer,
R. Küchler
Publication year - 2013
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2013.01479
Subject(s) - medicine
Die Frage, ob der interventionelle PFO-Verschluss (Patent Foramen Ovale = PFO) das kryptogene HirnschlagRezidiv wirksam beeinflussen kann, blieb nach Bekanntwerden der CLOSURE-I-Studie offen [1, 2]. Nochmals betont sei eines ihrer wichtigsten Ergebnisse, nämlich, dass die meisten Rezidive (87% in beiden Gruppen) nicht PFO-assoziiert waren, sondern andere Ursachen wie Thrombus im linken Vorhof, Vorhofflimmern, subkortikaler lakunarer Infarkt, Atherom des Aortenbogens, komplexe Migräne, Vaskulitis oder psychiatrische Gründe (Konversionsstörung) für das Rezidiv verantwortlich waren. Die paradoxe Embolie war in diesem Kollektiv eine mögliche, aber verschwindend kleine, anekdotenhafte Ursache. Diese Ergebnisse belegen klar, dass die seltenen Rezidive nicht «kryptein», also verborgen, sondern multifaktoriell waren. Sie bilden damit keine pathogenetische Entität, wie fälschlicherweise oft angenommen wird. Folglich gibt es für die Rezidivprophylaxe des kryptogenen Hirnschlags oder der TIA nicht ein einziges «Heilmittel».
Accelerating Research
Robert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom
Address
John Eccles HouseRobert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom