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Auch eine perfekte Röntgenkontrolle schützt nicht
Author(s) -
T Carrel,
D Reineke,
M Czerny,
J Schmidli
Publication year - 2012
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2012.07788
Subject(s) - art
Bei einem 56-jährigen Patienten wurde im Mai 2007 eine thorakale Stent-Graft-Prothese zur Behandlung einer komplizierten akuten Aortendissektion Typ B mit schwerer viszeraler und peripherer Malperfusion implantiert. Im Anschluss an diese endovaskuläre Intervention musste die abdominale Aorta mit einer Y-Prothese (bi-iliakalcommun) ersetzt werden. Wegen persistierender Malperfusion wurde während dieses Eingriffs die A. mesenterica inferior in die Prothese reimplantiert und ein aorto-lienaler und ein aorta-mesentericaler Bypass angelegt. Der Patient erholte sich verzögert von diesen Eingriffen und konnte nach 6 Wochen Spitalaufenthalt nach Hause entlassen werden. Im Jahre 2010 musste wegen zunehmenden Aneurysmata der Aa. iliacae comm. beidseits eine Graft-Verlängerung durchgeführt werden. Dabei wurden beide Aa. iliacae internae mit einem separaten Graft revaskularisiert. Drei Monate nach diesem Eingriff wurde der Patient nachuntersucht. Er hatte sich vom letzten Eingriff sehr gut erholt und war weitgehend beschwerdefrei. Die Gehstrecke war uneingeschränkt. Die Computertomographie zeigte einen unauffälligen Befund (Abb. 1 x). Es wurde vereinbart, den Patienten nach einem Jahr erneut zu kontrollieren. Eine Woche später wurde der Patient wegen akuten thorakalen Schmerzen mit Ausstrahlung in die linke Schulter notfallmässig zugewiesen. Bei der klinischen Untersuchung liess sich kein pathologischer Befund erheben; die Untersuchung des Patienten war schmerzbedingt erschwert. Die notfallmässige CT-Untersuchung zeigte den überraschenden Befund einer akuten Aortendissektion Typ A (Abb. 2 x). Die Indikation zum sofortigen Eingriff wurde gestellt. Der chirurgische Eingriff wurde nach der entsprechenden operativen Strategie unserer Klinik durchgeführt: Kanülierung der A. subclavia rechts, Sternotomie, Kanülierung des rechten Vorhofes und Abkühlung auf eine Kerntemperatur von 28 °C. Bei dieser Temperatur Pentothalgabe, Kopftieflage und Abstellen der Herz-Lungen-Maschine. Eröffnung der Aorta, Bestätigung der Diagnose und Ein führung von Perfusionskathetern für die selektive antegrade zerebrale Perfusion. Nach Eröffnung der Aorta zeigte sich eine Perforation im Bereich der Konkavität des Aortenbogens mit retrograder Dissektion bis auf Höhe der sino-tubularen Linie. Die Perforation war eindeu tig durch die Metallstruts der endovaskulären Prothese verursacht. Es erfolgte ein suprakoronarer Ersatz der Aorta ascendens mit komplettem Ersatz des Aortenbogens. Die Prothese wurde direkt an die Stent-GraftProthese im Bereich des distalen Aortenbogen Endzu-End angenäht. Die supraaortalen Gefässe wurden seitlich in die Aortenbogenprothese eingenäht. Nach entsprechender Entlüftung, Eröffnen der Aorten-

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