Henna-Tattoos nicht immer eine schöne Ferienerinnerung
Author(s) -
Philipp Wälchli
Publication year - 2012
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2012.07771
Subject(s) - art
Der 23-Jährige (Patient 1) erscheint 10 Tage nach Anbringen eines Tattoos auf Kreta (Abb. 1A x) mit einem juckenden Hautausschlag an derselben Stelle (Abb. 1B). Bei Mitreisenden sei die Haut nach dem gleichen Prozedere bereits wieder unauffällig. Beim Patienten sind keine Allergien bekannt. Das hat der Hausarzt im Berner Oberland noch nie gesehen und meldet den Patienten per Fax beim Dermatologen an (Dr. med. J. Roduner, Interlaken). Nach ein paar Minuten kommt bereits dessen Antwort: «Fast sicher Kontaktallergie auf Paraphenylendiamin (PPD), mit dem Henna gestreckt wird. Schon mal Betnovate-CCrème® geben!» Er legt gleich auch Literatur bei [1]. Tage darauf wird auch in einer dem Hausarzt zugestellten Zeitschrift auf diese Krankheit hingewiesen [2]. Einige Tage später erscheint eine 15-Jährige (Patientin 2) mit demselben Phänomen einen Monat nach Tattoo in Rio de Janeiro (Abb. 2 x). Auch hier wirkt die Steroidcrème (Abb. 3 x nach 2-wöchiger Therapie). Das Engramm sitzt, und, falls nicht schon bekannt, nun auch bei den Leser/innen! Zur Vertiefung gibt’s zahlreiche Internetseiten unter den Stichworten Henna–Tattoo–Allergie.
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