Radio-Onkologie: Der Stellenwert der stereotaktischen Radiochirurgie in der chirurgischen Behandlung funktioneller Störungen des Gehirns
Author(s) -
A Pica,
Lennart Stieglitz,
Roland Wiest,
DM Aebersold,
A Raabe
Publication year - 2012
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2012.07752
Subject(s) - medicine
Die Radiochirurgie ist, ungeachtet der jeweiligen Technik, eine hochfokussierte Strahlentherapie, bei der ein be grenztes pathologisches Zielgebiet (gutartige oder bös artige Tumoren, Gefässläsionen wie arteriovenöse Mal formationen, Schmerzsyndrome wie Trigeminusneuralgien u.a.) in einer Sitzung mit einer hohen Strahlendosis ohne Beeinträchtigung des umliegenden gesunden Gewebes stereotaktisch behandelt wird. So kann das Zielvolumen hochdosiert bestrahlt werden, ohne dabei umliegendes, gesundes Gewebe, wie Hirngewebe, Hirnnerven, Augen gewebe usw. in Mitleidenschaft zu ziehen. Radiochirurgie kann mit verschiedenen Geräten durchgeführt werden: – mittels Linearbeschleuniger (Linac, Cyberknife) – mittels Geräten mit vielen einzelnen Cobalt60Quel len (GammaKnife) – mittels Geräten, die Protonenstrahlung oder be schleunigte Schwerionen verwenden. Während jede dieser Methoden ihre Vor und Nachteile in Bezug auf die Technologie, die Behandlungsdauer und die Fixierungsart des Patienten hat, handelt es sich doch stets um denselben Behandlungsansatz. Dieser besteht in der Verwendung multimodaler, hochauflösender Bild gebungsverfahren (CT, MRT, PET) zur Bestimmung des Zielvolumens, einem computergestützten dreidimensio nalen System zur Bestrahlungsplanung und der stereo taktischen Bestrahlung. Dank des technischen Fort schritts gibt es heute noch weitere Strategien für eine höhere Präzision der radiochirurgischen Behandlung wie robotergestützte Behandlungsliegen und Systeme für eine schnellere Abgabe der gewünschten Strahlendosis. Lars Leksell, der schwedische Neurochirurg, welcher die GammaKnifeRadiochirurgie (GK) ursprünglich zur Behandlung bestimmter funktioneller Störungen des Gehirns wie der ParkinsonKrankheit, psychiatrischer Erkrankungen und chronischer Schmerzzustände ent wickelt hat, beschrieb seine Methode im Jahr 1951 als eine nichtinvasive Möglichkeit zur Behandlung intrakra nieller Zielvolumina.
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