Geburt des ersten Babys in der Schweiz nach Autotransplantation von kryokonserviertem Ovargewebe
Author(s) -
Mary Fahy-Deshe,
Marc Van den Bergh,
Michael Höhl,
Cornelia Urech-Ruh
Publication year - 2012
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2012.01186
Subject(s) - art , political science , philosophy
Grosse Fortschritte bei der Therapie von malignen Tumoren haben in den letzten Jahren die Überlebensrate von jungen Patientinnen massiv verbessert. Leider haben viele Chemound Radiotherapien ein hohes Risiko für eine nachfolgende Infertilität. Eine vorzeitige Ovarialinsuffizienz ist eine bekannte Folge der Therapie mit Zytostatika. Die histologische Untersuchung von Ovarien nach Chemotherapie zeigt Veränderungen von einer erniedrigten Anzahl von Follikeln bis zu deren vollständigem Fehlen oder einer Ovarfibrose [1]. Der Zytostatika-Typ, die Dosis sowie die Therapiedauer bestimmen die Wahrscheinlichkeit für eine vorzeitige Ovarialinsuffizienz. Alkylierende Substanzen wie Cyclophosphamid und Ifosfamid schädigen das Gonadengewebe permanent durch eine chemische Interaktion mit der DNA. Eine grosse retrospektive Studie über Schwangerschaftsraten nach hämatopoetischer Stammzelltransplantation mit 37 362 Patientinnen zeigte, dass nur 0,6% der Frauen nach autologer oder allogener Stammzelltransplantation schwanger wurden [2]. Mit den steigenden Überlebensraten bei jungen Krebspatientinnen wächst das Bedürfnis nach fertilitätserhaltenden Massnahmen vor Therapiebeginn. Optionen sind die Kryokonservierung von Embryonen, Oozyten oder Ovargewebe. Donnez et al. berichteten 2004 über die erste Geburt nach Autotransplantation von kryokonserviertem Ovargewebe beim Menschen [3]. Inzwischen werden in der Literatur knapp 20 Fälle von gesunden Babys beschrieben, die nach Autotransplantation von kryokonserviertem Ovargewebe zu Welt kamen. Wir berichten über das erste Kind in der Schweiz.
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