Akute Wirbelsäulenschmerzen: Anzeichen einer Fraktur?
Author(s) -
Franco Tanzi,
Piero Pancaldi,
Sergio Tornatore
Publication year - 2012
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2012.01087
Subject(s) - medicine
Mit zunehmendem Alter verlieren unsere Knochen ihre Struktureigenschaften, die Knochenmasse nimmt ab, der Knochen wird spröder, und das Frakturrisiko, insbesondere bei kleineren Traumata, steigt: Es handelt sich um Osteoporose, eine typische Alterserkrankung, an der eine auf drei Frauen und einer auf sieben Männer leiden. Auf die Wirbelsäule wirken durch das Körpergewicht Kompressionskräfte, die von den Bandscheiben auf die Oberfläche der Wirbelkörper und vom trabekulären Knochengewebe auf die Kortikalis einwirken. Den Hauptteil dieser Kräfte trägt der trabekuläre Knochen [1]. Mit dem Alter nimmt die Mineraldichte des Knochens ab, und die Knochenbälkchenstruktur verschlechtert sich; das beeinflusst Quantität wie Qualität des Knochens. Um das Frakturrisiko, speziell auch an der Wirbelsäule, zu verringern, muss man unbedingt auf beide Faktoren einwirken [1–2]. Der Rückgang der Anzahl und Dicke der Knochenbälkchen wie auch ihrer Verbindungen führt zu einem Verlust an trabekulärer Knochenmasse bis zu 50%. Dies vermindert die ausgehaltene Bruchlast im Vergleich zu normalen Wirbeln um drei Viertel [2]. Diese wohlbekannte Knochensprödigkeit prädisponiert zu Frakturen schon bei geringer Energie.
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